FERNSICHT: Ouga Girls

Der FILM OUAGA GIRLS zeigt Frauen in Ougadougou, Burkina Fasos Hauptstadt, die sich in einem sehr männlich dominierten Berfusfeld der KFZ-Mechanik behaupten. Bei ihrer Berufsausbildung in einer Schule für Automechanikerinnen werden sie von dem Filmteam um die Filmemacherin Theresa Traore Dahlberg begleitet. So erzählt der Dokumentarfilm eine Geschichte von Lebensentscheidungen und Schwesternschaft, vom Kampf um […]

Der FILM OUAGA GIRLS zeigt Frauen in Ougadougou, Burkina Fasos Hauptstadt, die sich in einem sehr männlich dominierten Berfusfeld der KFZ-Mechanik behaupten. Bei ihrer Berufsausbildung in einer Schule für Automechanikerinnen werden sie von dem Filmteam um die Filmemacherin Theresa Traore Dahlberg begleitet. So erzählt der Dokumentarfilm eine Geschichte von Lebensentscheidungen und Schwesternschaft, vom Kampf um in einem männlichen Berufsfeld akzeptiert zu werden. Anhand der Protagonistinnen geht der Film auch auf die Geschichte und Zukunftsperspektive der Menschen und des Landes ein.

Die gezeigte Schule ist ein Ausbildungsort für Mädchen und Frauen, wo Lehren in KFZ Mechanik, KFZ Elektrik, Karosseriebau und Lackerei sowie Schneiderei angeboten werden.

Die Initiative setzt sich mitunter zum Ziel mehr Frauen in den männerdominierten Beruf zu bringen und so gegen die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu wirken. Neben der Berufsausbildung werden die Frauen und Mädchen auch psychologisch unterstützt und erhalten Bildung im Umgang mit Computern, Aufklärung über Sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung und Menschenrechte. Nach Abschluss ihrer Ausbildung werden die Absolventinnen bei der Jobsuche und der Gründung von eigenen Kleinunternehmen untersützt.

Das diesjährige Schwerpunktland ist Burkina Faso. Das Land liegt in Westafrika und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Von den etwa dreiundzwanzigeinhalb Millionen Einwohner*innen sind fast zwei Millionen innerhalb des Landes auf der Flucht. Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch. Burkina Faso war bis 1960 französische Kolonie, und erst unter dem linksgerichteten Thomas Sankara wurde das Land in den 80iger Jahren in Burkina Faso umbenannt.

2014 kam es nach einer versuchten Verfassungsänderung durch den damaligen Präsidenten zu großen Unruhen die mit seinem Rücktritt endeten. Seither kam es wiederholt zu Putschen durch das Militär und das Land wird noch heute als Militärsdiktatur regiert, wobei Teile des Landes, besonders in den Grenzregionen im Norden von Dschihadisten kontrolliert werden.

Christina Haslehner führt durch den Abend

Dorothee Kolbe

Dorothee Kolbe lebte und arbeitete bereits vor über 30 Jahren in Burkina Faso, koordiniert aktuell für die Caritas Österreich Nothilfe- und Entwicklungsprojekte, u.a. in diesem westafrikanischen Land. Ein Schwerpunkt liegt darauf, es besonders vulnerablen Personengruppen wie (jungen) Frauen zu ermöglichen, eine Einkommen-generierende Tätigkeit aufzunehmen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Zuletzt bearbeitet am 15.04.26, 11:05 Uhr

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