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Ende der „Haager Lies“

DI 24.11. 18 Uhr, WH MI 6 & 13 Uhr

Geht es nach den Intentionen von LH-Stv. Hiesl, dem für den Straßenbau - einschließlich Westring - kaum etwas zu teuer ist, wird es höchste Zeit, der Geldverschwendung durch Zuschüsse für die Regionalbahn Lambach - Haag am Hausruck, auch Haager Lies genannt, ein Ende zu bereiten.

„Sogar wenn wir jeden Fahrgast der Haager Lies mit einer Sänfte befördern lassen würden, käme uns das billiger“, meinte er kürzlich in einem Interview mit den OÖN.

Und selbstverständlich spricht sich Co-Landesfürst Hiesl in seiner Großmut dafür aus, dass ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werde, ohne eine Ahnung davon haben zu wollen, dass diese vermeintlich billigere Ersatzlösung einerseits im SchülerInnenverkehr mindestens problematisch ist bzw. auch ein Beitrag dazu sein wird, dass bisherige Eisenbahnfahrgäste zumindest bis Lambach aufs Auto umsteigen werden, um von dort mit dem Zug weiterfahren zu können.
Vernünftiger kommt einem da schon die Haltung des für den Öffentlichen Verkehr und seine Finanzierung in OÖ zuständigen Nachfolger von Erich Haider – dem von Erzfeind Hiesl auch noch desaströse Finanzgebarung vorgeworfen wurde – Landesrat Hermann Kepplinger vor, der zusagte, binnen eines halben Jahres ein Konzept für die Wiederinbetriebnahme der Haager Lies zu präsentieren.
Man wird sehen, ob es sich um mehr als eine Alibimaßnahme handelt…
 
Tatsache ist: die im Besitz der ÖBB befindliche und seit Jahrzehnten von Stern & Hafferl betriebene Regionalbahn wird am 12.12.2009 zum letzten Mal regulär im Personenverkehr befahren werden. Ab 13.12. wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen – eingebunden in eine bereits bestehende Buslinie – die Züge der Haager Lies nominell ersetzen. Doch abgesehen von Sympathien, die dem – unter Fahrleitung verkehrenden – Zug entgegen gebracht werden, sprechen auch sachliche Gründe
für die baldige Wiederaufnahme des Schienenverkehrs: Einstellungen von Regionalbahnen führten im Regelfall zu Fahrgastrückgang im Ersatzverkehr mit Bussen, die Busse werden systembedingt eine längere Fahrzeit aufweisen und sind zudem gefährdet, in Lambach bzw. Wels im zähflüssigen Verkehr nochmals Zeit auf der Strecke zu lassen. Auch die Durchbindung von Zügen bis Linz – wie in mehreren Sonderfahrten mit moderne(re)n LILO-Triebwagen unter großer Zustimmung der Bevölkerung vorgezeigt – als Beispiel für attraktiven modernen Regionalverkehr bliebe endgültig Utopie.
 
Gibt es also doch noch eine spätere Chance für die Haager Lies?
 
Dazu im Studio von Radio FRO zu Gast: Andreas Stahrl, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft HAAGER LIES – einer Initiative, die sich für die Erhaltung dieser Regionalbahn einsetzt.
 
Zur Thematik ist auch noch eine – mehr oder minder ausführliche Stellungnahme – seitens des bisherigen Betreibers Stern & Hafferl vorgesehen.
 
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Zuletzt geändert am 24.11.09, 15:00 Uhr

Verfasst von Michael Gams

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