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draußen.unterwegs.auf reisen – Lesung Erich Klinger 03.12.2014

Das Jahresprogramm des Botanischen Garten Linz wurde mit der Lesung von Erich Klinger abgeschlossen.

Inhaltsangabe der Wiedergabe dieser Veranstaltung:

Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Garten Linz, eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf 2014 und einer Vorausschau auf das kommende Jahr.

Autor Erich Klinger über draußen. unterwegs. auf reisen:

Natürlich fand der Titel der Lesung seine Entsprechung in Texten die „draußen, unterwegs, auf Reisen“ entstanden sind oder davon handeln. Beispielsweise im die Lesung eröffnenden Text, in dem der Hatschekpark und der Botanische Garten vorkommen, mögliche Definitionen des Begriffs „Reise“ und das Zusammenspiel von räumlicher Entfernung und eigener zeitlicher Wahrnehmung.

Von kurzen Ausschnitten aus meinem Buch „Risse im Schnee“ abgesehen, habe ich vor allem neue bzw. neuere Texte gelesen, die meisten zum ersten Mal öffentlich.

Darin kamen vor: eine während meines letzten Aufenthaltes in Kanada entstandene Erzählung, die im High Park von Toronto ihren Ausgang nimmt. Die Beantwortung der Frage, wie es zur Zerstörung der Ybbstalbahn gekommen ist, in Form einer unvollständigen Chronik, die aber ausreichend markante und wesentliche Erinnerungspunkte aufweist. Öl aus Teersand. Mein „Lieblingsprojekt“: der Linzer Westring.

Ein kurzer Text über nicht fassbare Grausamkeit. Auszüge aus elektronischen Briefen an mehr oder weniger nahe stehende Menschen, Eindrücke, Beobachtungen, auch aus Kanada, sachdienliche Hinweise zu Gmunden, eine eher harsche Kritik eines Artikels der OÖN über „Hitlers Geburtshaus“. Ein Ausschnitt aus dem „Kanada-Tagebuch 2012“, in dem von einer mitten in Toronto stehenden Fabrik, in der Pellets aus Uranstaub gepresst werden, die Rede ist.

Darüber hinaus habe ich in die Lesung zwei Lieder älteren Datums und eine kurze Spielszene eingestreut.

Und, nicht zuletzt, habe ich als Bestandteil der „Fundstücke“ – im zweiten Teil der Lesung – als absolute Weltpremieren ein ziemlich bekanntes Lied aus der Popkultur in seiner textlichen Ursprungsfassung zum Besten gegeben und den Travnicek – mit einem von mir stammenden, dem Original zwar stilistisch angenäherten, aber ansonsten durchaus eigenständigen Text – wiederbelebt.

Der sehr persönlich gehaltenen „Nachrede“ von Fritz (Friedrich Schwarz) folgte als Zugabe die „Geisterbahnballade“.

 

Musik zur Sendung: Laura Korhonen & Treeoo – „Taivas On Sininen Ja Valkoinen“ und „They say they don't belong to us“ zwischen erstem und zweitem Teil der Lesung. „Pyyntö“ als erstes Musikstück danach. (Album „Pyyntö“, ATS Records, 2014)

Hans-Eckardt Wenzel – „Auf allen meinen Wegen“ und, leider nicht mehr vollständig, „Lieber noch, mit dir verglichen“. (Album „Straßenballade“ – Wenzel singt Henriette Haill, Matrosenblau, 2008)

 

 

Zuletzt geändert am 22.12.14, 00:00 Uhr

Erich Klinger

Verfasst von Erich Klinger

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