Weltempfänger: Philippinen Weltempfänger: Menschenrechte auf den Philippinen
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Zu hören am Mo 23. Feb 2026 / 18 Uhr
FROzine

Menschenrechtssituation auf den Philippinen

Im Weltempfänger des Infomagazins FROzine drei Themen: Menschenrechtssituation auf den Philippinen, die Proteste in Tschechien, Synchronsprecher*innen im Arbeitskampf gegen Netflix.

Menschenrechtssituation auf den Philippinen

Seit seinem Machtantritt auf den Philippinen von Marcos Junior wurden bereits 134 politisch aktive Personen umgebracht. Zusätzlich wurden 14 entführt und sind seit her verschwunden. Rund 50.000 Menschen wurden vertrieben, weil ihr Dörfer durch die Armee beschossen und bombardiert wurden und es gab über 10.000 Einschüchterungen, Bedrohungen und Belästigungen von Aktivist*innen durch Regierungseinheiten. Es gib fast 700 politische Gefangene, davon wurden 163 unter Marcos Junior verhaftet. Tinay Palabay, die Generalsekretärin von Karapatan, der Menschenrechtsorganisation auf den Philippinen sprach anlässlich einer Veranstaltung am 29. Januar 2026 in Manila. Sie spricht von einem intensivierten Staats-Terror unter Marcos Junior. Der Bericht bringt Auszüge aus ihrer Rede mit Übersetzung. Gestaltet wurde er von Biancao Miglioretto für Radio LoRa Zürich. Die Musik ist von der philippinischen Musikerin Bayan Barrios.

Politische Aufruhr in Tschechien

Tschechien befindet sich im politischen Aufruhr. Am ersten Februar allein versammelten sich laut Veranstaltenden 90.000 Menschen in Prag, um für den Präsidenten Petr Pavel zu protestieren. Am vergangenen Sonntag versammelten sich erneut landesweit tausende Menschen in der Tschechischen Republik. Der öffentlich-rechtliche polnische Nachrichtenkanal TVP World berichtete davon, dass die Demonstrierenden ein ’’Ungarisches Szenario’’ vermeiden wollen. Die Proteste organisiert die Initiative „Eine Millionen Augenblicke für Demokratie“. Für den 21. März hat die Initiative zu weiteren landesweiten Protesten in Tschechien aufgerufen. Aber warum protestieren Menschen in Tschechien und wie ist die politische Landschaft dort beschaffen? Gunnar aus der tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sprach darüber mit Pavlína Janebová. Sie ist Forschungsdirektorin der in Prag ansässigen Assoziation für Internationale Angelegenheiten, kurz AMO. Ihre Expertise liegt im Bereich tschechischer Außen- und Europapolitik sowie in zentraleuropäischer Kooperation.

Synchronsprecher*innen gegen Netflix

Die Synchronisationsbranche ist groß in Deutschland und sie ist international anerkannt. Im Moment steht sie jedoch auf den Barrikaden. Ein Großteil deutscher Synchronsprecher*innen, die für den Mediengiganten Netflix tätig sind, ist in den Streik getreten. Grund dafür ist eine Vertragsklausel von Netflix. Diese verlangt von den Sprecher*innen, dass ihre Arbeit in Zukunft genutzt werden darf, um KI-Modelle zu trainieren. Die Sprecher*innen fürchten nun um ihren Arbeitsplatz und ihre Kunst. Vertreten werden sie unter anderem vom Verband deutscher Sprecher*innen (VDS). Dieser veröffentlichte Anfang des Jahres ein Video, in dem sich bekannte Sprecher*innen gegen den Einsatz der KI Synchronisation stark machen. Radio Corax sprach mit Anna-Sophia Lumpe vom Vorstand des VDS.
Gespräch zum Nachhören

Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, lunatic piano

Zuletzt geändert am 22.02.26, 15:34 Uhr

Verfasst von Nora Niemetz

2007 Teilnahme an der FRO-Lehrredaktion. Absolvierung verschiedener berufsbegleitender Lehrgänge (Medienkundlicher Universitätslehrgang, Marketing & Kommunikation, Smart Enterprise Coach für nachhaltige Unternehmenskultur, Studium Integrale Vorsorge und Öffentlichkeit in Kooperation mit Ö1). Seit 2008 wöchentliche Sendungsgestaltung bei Freien Radios. Seit 2013 Frozine Redakteurin. Freut sich über lebenslanges Lernen interessiert sich aber vor allem für Umwelt, Nachhaltigkeit, Technik, Naturwissenschaften, Entwicklungszusammenarbeit und soziale Themen.

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Zu hören am Mo 23. Feb 2026 / 18 Uhr