Vom Leben unter Spardruck
Hans Christian Voigt zur Situation Freier Medien
Anfang November 2025 wurde dem Freien Radio Orange 94.0 seitens der Stadt Wien die Einstellung der Förderung mit Ende des laufenden Jahres angekündigt. Unter Hinweis auf langfristige Bindungen und Verantwortlichkeiten, die unmöglich so kurzfristig aufzulösen sind, konnte für 2026 immerhin das Zugeständnis eines stark gekürzten Notbudgets erreicht werden. Unter schmerzhaften Einsparungen bleibt also ein knappes Jahr, um das Radio neu zu strukturieren und seine Finanzierung auf gänzlich andere Beine zu stellen. Möge die Übung gelingen.
Doch Orange 94.0 ist lediglich ein Beispiel für den Druck, unter den zahlreiche zivilgesellschftliche Einrichtungen geraten sind. Leidtragende sind nicht nur die direkt betroffenen Projekte und Institutionen, oftmals sind ganze Gesellschaftsgruppen vom Verlust ihrer Orte, Vernetzungen und Services bedroht. Wichtige zivilgesellschaftliche Errungenschaften fallen Maßnahmen zum Opfer, deren Sparpotenzial mehr als zweifelhaft ist, weil nicht selten mit hohen Kostenzuwächsen an anderer Stelle gerechnet werden muss.
Hans Christian Voigt vom Vorstand des Trägervereins von Orange 94.0 analysiert die Situation und erläutert Strategien, mit deren Hilfe das Schlimmste abgewendet werden könnte.
Website Orange 94.0
Zuletzt geändert am 15.02.26, 23:10 Uhr