Die Musikmittelschule Leonding hat nun endliche einen eigenen Schulradio. Alle Texte, Themen und Beiträge wurden von den Kindern selbst verfasst. Die Lehrpersonen waren nur Mentoren und Begleitperseonen.
Raga CDs des Monats (05/12): NATYA die Bedeutung der Ragas im indischen Tanz & Theater (Teil 2 von 2)
In den darstellenden Künsten Indiens ist Natya eine Kombination aus Bewegungen, Mimik, Kostümen, menschlicher Psychologie und grossartigen Geschichten. Der indische Tanz ist in seiner traditionellen Form bis heute Geschichtenerzählen. Das indische Theater war wie die Ragas unter der muslimischen Herrschaft und dem persischen Einfluss einem Paradigmenwechsel unterworfen. Aus Tempelriten wurde höfische Unterhaltung für Kunstliebhaber.
Ursprünglich zogen die Geschichtenerzähler, die Kathaks – entsprechend die Bezeichnung für ihre Tanzform, dem Kathak – als nomadisierende Barden von Dorf zu Dorf durch das nördliche Indien. Die Kathaks spielten in den Tempelanlagen Mythen und lehrreiche Geschichten aus den alten Schriften. Die Kostüme und thematischen Gegenstände dieser Tanzform findet sich oft in denen der Miniaturmalereien, den Ragamala-s der Mughalperiode (Bilder s. “Instrumente” & “Darstellung von Kunstszenen“) wieder.
Die Rolle des klassisch Tanzes in Indien hatte sich bereits sehr früh entwickelt. Tänze waren Bestandteil religiöser Riten. Die Tänzer verehrten die Götter, in denen sie Geschichten aus ihrem Leben und ihren Taten erzählten.Im Westen ist heute meist Bharata Natyam bekannt, als einer der vier Hauptformen aller indischen Tänze, energetisch und mit äusserst präzisen, ausbalancierten Bewegungsabläufen.
Bharata Natyam selbst bedeutet aber nicht “indischer Tanz”, ein weitverbreiteter Irrglaube. Dieser Terminus (nach Purandara Dasa (14884-1564)) verkörpert die drei Lebensformen des indischen Tanzes:
Bha oder Bhava, der Ausdruck,
Ra für Raga oder Melodie und
Ta für Tala, der Rhythmik (rhythmische Zirkel).
Indien’s herausragende BharataNatyam-Tänzerinnen:
v.l.n.r.: Priyadarhini Govind | MaitreyiSarma m. Dr. Ananda Shankar Jayant | Geeta Chandran | Dr. Srekala Bharath Quelle: Hinduonnet, 2004 (Avinash Pasricha), 2005 (K. Gajendran, R. Shivaji Rao), 2008 (V. Ganesan)
Der Terminus Raag (“tonale Färbung”) findet sich erstmalig im Natya Shastra (4. Jhdt. v. Chr. – 2. Jhdt. n. Chr.) wieder, dem Handbuch für Dramaturgie von dem mythische Brahmanen Bharata Muni, einem Priester und Weisen. Die sieben (7) Hauptnoten (sapta svaras), die man auch heute verwendet, werden mit verschiedenen Gemütszuständen (9 Emotionen = Nava Rasa-s) verbunden. Im Natya Sastra werden auch Musikinstrumente und Ihre Art der spieltechnischen Handhabung beschrieben. Es weist vier Kategorien aus: Laute (tata), Flöte (Sushira), Cymbal (Ghana) und Trommel(Avanadha).
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