Cover ˚9

Schwerelos ins Blaue. Das Tauchgerät wiegt dann nichts mehr. Der Körper schwebt.

Ein Loblied

von Petra Moser /// Ich bin aufgrund eines Praktikums bei Radio FRO 105.0 nach Linz gezogen und gleich geblieben. Als damalige Programmkoordinatorin bin ich zufällig 2001 in die Musikredaktion gestolpert. Seitdem beobachte ich mehrmals die Woche das Treiben der alternativen Musikszene auf Konzerten und anderen Musikveranstaltungen.

Kursorische Notizen zu Kultur, Politik, Szenen, Subvention

von Didi Bruckmayr /// Szenen sind soziale Netzwerke mit spezifischen kulturellen Inhalten, die sich in unterschiedlichem Maße an der Marktwirtschaft beteiligen. Die Dichotomie Hoch- versus Populärkultur existiert im 21. Jahrhundert nur mehr aus subventionspolitischen Gründen. Hierbei wird die bürgerliche Elitekultur mit zugewiesener identitätsstiftender, bewahrender, wertkonservativer Funktion als nicht- kommerziell und dezidiert subventionswürdig betrachtet. Diese wird zusehends eine museale Veranstaltung.

Keine clevere Geschäftsidee

von Sabina Köfler /// Band gegründet. Tonträger produziert. Major-Labels kontaktiert. Keine Antwort.

Legal, illegal, schauen wir mal

von Oliver Jagosch /// Ich schicke gerade „Sad robot“ von Pornophonique in den Äther - eine ganz normale Musiknummer. Ganz normal? Na ja, fast. „Sad robot“ ist ein Stück unter Creative Commons Lizenz (CC, copyleft, some rights reserved). Die HörerInnen werden es mir danken, wenn ich nach Ende dieser musikalischen Einlage den Link preisgebe, wo der Track gratis und legal aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

Süße Sucht

von Florian Sedmak /// Houston, wir haben ein Drogenproblem. Wer wir ist? Ganz einfach. Wir, das sind wir alle. Nein, eigentlich haben wir kein Drogenproblem. Denn bei der Droge handelt es sich um Musik, und für Abhängige wird die Sucht bekanntlich erst dann zum Problem, wenn der Nachschub ins Stocken geraten ist.

EDITORIAL #7

von Andi Wahl /// Was geht? Krisenzeiten sind ja bekanntlich Zeiten, in denen man Dinge durchsetzen kann, die unter „normalen“ Umständen kaum möglich wären. Wie das in der Realität aussieht, können wir gerade beobachten.

Die Krise ist keine des Mangels, sie ist eine des Überflusses

von Petra Radeschnig /// Wer erinnert sich an den tendenziellen Fall der Profitrate? Ein Schub in Richtung Fall hat in den 1970er Jahren einen ebensolchen in Richtung Globalisierung und Deregulierung ausgelöst, so könnten wir es betrachten.

Das haben wir nicht verdient

von Dr. Thomas Duschlbauer /// Die „Freunde des Wohlstands“ stehen für einen fairen Interessensausgleich in der Gesellschaft und gehen für diese sozialen Anliegen auch auf die Straße. Angesichts der verheerenden Auswirkungen der Finanzkrise haben sich im Jahr 2010 die „Freunde des Wohlstands“ etabliert, um für einen liberalen Kapitalverkehr einzutreten. Denn in den Medien wie auch in der Politik – und zwar in sämtlichen Lagern der 2. Republik – kam es zu einer regelrechten Schmutzkübelkampagne gegen jene Mitmenschen, die sich im Finanzwesen redlich um die Vermehrung unseres Wohlstands bemühen.

Peace Now

von Veronika Moser /// Frieden jetzt. Oder vielleicht besser: Frieden heute. So heißt eine neue Sendung auf Radio FRO 105.0. Ich finde es mutig, eine Sendung so zu nennen.

EDITORIAL #8

von Andi Wahl /// Musik, so ergab eine im Sommer des Vorjahres in unserem Auftrag durchgeführte Studie, ist ein wesentlicher Grund, weshalb Menschen Freie Radios hören. Neben Meinungsvielfalt und unabhängiger Berichterstattung erwarten sich die HörerInnen Freier Radios eine Musikauswahl abseits vom Mainstream und Informationen über das lokale Musikschaffen. Grund genug, diese Ausgabe unseres Programmheftes dem Schwerpunkt Musik zu widmen.