Stadttauben
Streunertauben Linz
Zu hören am Do. 16. Juli 2026 / 18 Uhr
FROzine

Tauben in der Stadt

Tauben sind besser als ihr Ruf und ein harmonischeres Zusammenleben in der Stadt ist möglich. | Die Geschichte der Korruptionsforschung.

Tauben in Linz

Tauben haben einen schlechten Ruf. Sie seien schmutzig und durch ihren Kot würden Fassaden beschädigt werden. Wenn man sich näher mit den Tieren beschäftigt, dann kann man die meisten Vorwürfe widerlegen. Sabine Auer von der Initiative Streunertauben Linz, die aus dem Verein Streunerkatzen Oberösterreich hervorgegangen ist, erklärt, dass besonders der Kot eigentlich kein Problem sei. Nur durch die falsche Ernährung durch Essensreste oder das Füttern von Brot, komme es zu den sehr nassen, klebenden Ausscheidungen. Wenn Tauben artgerechtes Futter, nämlich Körner, fressen, ist der Kot fest und trocken und lasse sich sehr leicht entfernen.

Tauben leben in Städten, weil sie domestizierte Tiere sind, also als Haustiere gehalten wurden. Sie wurden als Brieftauben eingesetzt oder für ihr Fleisch und Eier gehalten. Als die Menschen Tauben nicht mehr benötigten, wurden sie frei- und sich selbst überlassen. Durch die Art und Weise, wie sie gezüchtet wurden, ist der Bruttrieb sehr hoch, sie legen viele Eier über das Jahr verteilt und vermehren sich so unkontrolliert. Ein menschengemachtes Problem also, dass nur durch menschliche Hilfe wieder gelöst werden könne. In Linz gibt es mittlerweile zwei Taubenschläge, einmal an der Johannes Kepler Universität Linz und einen, der von Streunertauben Linz betreut wird. Auer erzählt, dass so um die 200 Tauben dort Futter bekommen. Im Schlag werden auch die Eier durch Plastikeier ersetzt, damit der Taubenbestand etwas kontrolliert wird.

Von einem Fütterungsverbot, wie es derzeit in Salzburg herrscht, hält Auer nichts. Tauben würden nur noch verzweifelter nach Essen suchen und dadurch ungeeignetes von der Straße picken, was wiederum zu mehr Verschmutzungen führe. Sabine Auer ist überzeugt, dass mehr Taubenschläge und das kontrollierte Tauschen von Eiern am effektivsten dabei helfen würde, dass Mensch und Tier besser zusammenleben könne. Tauben halten sich dann auch tagsüber mehr im Schlag auf, was bedeutet, dass sie nicht mehr in so großer Zahl in der Stadt erscheinen.

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Facebookgruppe Streunertauben

Geschichte der Korruption

Gefälschte Meinungsumfragen, veruntreute EU-Gelder und annullierte rote Karten. Korruptionsskandale machen immer wieder Schlagzeilen. Versuche, gegen Korruption vorzugehen reichen bis in die Antike. Schon das römische Rechtswesen der späten Republik kannte Tatbestände wie Veruntreuung, Unterschlagung und Amtsmissbrauch. Während im Mittelalter Korruptionskritik keine große Rolle spielte, taucht sie im 16. Jahrhundert im Kontext von Staatsbildungsprozessen wieder auf. Herrschende bauten die Verwaltung aus, um ihre Macht zu stärken und gingen gegen korrupte Amtsträger vor.

Als sich infolge der Revolutionen in Nordamerika und Frankreich im 19. Jahrhundert die Prinzipien der Rechtsgleichheit und der demokratischen Teilhabe durchzusetzen begannen, wurde Korruptionskritik zu einem Phänomen der Gesamtbevölkerung. Dabei spielte auch die Entwicklung der Medien eine wichtige Rolle. Im 20. Jahrhundert weitete sich Korruptionskritik auch auf den Bereich der Wirtschaft aus, wie entsprechende Paragraphen im Wirtschaftsrecht und Compliance-Regeln belegen.

Links:
Handbuch Korruptionsforschung
Niels Grüne, Biografie und Publikationsverzeichnis

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Zuletzt bearbeitet am 16.07.26, 09:51 Uhr

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