richard-stachmann-OTWZcHHmlKU-unsplash Menschenmenge und Ungarnflaggen.
Richard Stachmann @unsplash
Zu hören am Do. 23. Apr. 2026 / 18 Uhr
FROzine

Ungarnwahl – eine Analyse

Eine kurze Wahlanalyse nach der Parlamentswahl in Ungarn 2026 von zwei Politikwissenschaflter*innen.

Die Wahl in Ungarn

Am 12.04.2026 wurde in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit.

Auf Budapests Straßen waren die Freude und Euphorie groß, doch als diese abflachte, folgte die Unsicherheit: Was genau bedeutet es für Ungarn, nach 16 Jahren nicht mehr unter Orbáns Regime zu stehen? Kann und wird Magyar seine Versprechen halten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen nun die Menschen, nicht nur in Ungarn, sondern auch hier in Österreich.

Expert*innengespräch

Aus diesem Grund fand am 14. April 2026 in Wien ein politikwissenschaftliches Expert*innengespäch zu den Parlamentswahlen in Ungarn statt. Veranstalter war das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen rund um die Demokratie, die Parteienlandschaft und die Frage, was das Wahlergebnis bedeuten kann.

Als Expert*innen sprachen Béla Greskovits und Eszter Kováts. Béla Greskovits ist Professor an der Central European University sowie an der Hungarian University und forscht zu politischer Ökonomie, Demokratisierungsprozessen und postsozialistischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Seine Arbeiten analysieren insbesondere die strukturellen Grundlagen illiberaler Systeme. Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Genderpolitik, feministischer Theorie sowie rechtspopulistischen und anti-liberalen Bewegungen in Europa, insbesondere in Ungarn. Die Moderation übernahm Ulrich Brand.

Béla Greskovits gab einen Einblick darin, wie das letzte Jahrzehnt unter und mit Orbán gestaltet war. Er behandelt die beiden Punkte, wie sich das Regime so lange halten konnte und wie es dann zur Krise kam. Eszter Kováts stellte in ihrem Impulsvortrag dar, was von 2024 bis zur Wahl passiert ist, welche Gründe Péter Magyar so erfolgreich machten und wie das Parlament nun zusammengesetzt ist.

Zuletzt bearbeitet am 23.04.26, 13:58 Uhr

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