#Stimmlagen: Antifaschismus in Wien, Journalismusfreiheit und Risikowölfe
Stimmlagen – Das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich, diese Woche gestaltet von der Redaktion der O94News bei Radio Orange in Wien.
Solidarität mit den antifaschistischen Protesten in Wien
Während in der Hauptstadt Ungarns Rechte und Rechtsextreme an Wehrmacht, SS und Honved erinnern, die 1945 die faschistische Herrschaft zu verteidigen versuchten, fand in Wien eine Solidaritätskundgebung statt. Vor der ungarischen Botschaft in der Bankgasse sprachen sich rund 60 Menschen vehement gegen die Glorifizierung der faschistischen Krieger und die Kriminalisierung antifaschistischen Widerstandes aus. Weitere Redebeiträge von der Demonstration können hier nachgehört werden.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier, Michael Haderer; Aufnahme: Gerhard Kettler
Akademikerball-Proteste in Wien
Rund 300 bis 400 Personen demonstrierten am 20. Februar in Wien gegen den Akademikerball und deutschnationale Burschenschaften. Die Redner:innen warnten vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck, verwiesen auf personelle Verflechtungen mit der FPÖ und thematisierten zunehmende Repression gegen antifaschistische Gruppen.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler
Presseclub Concordia startet den Monitor Journalismusfreiheit
Journalismusfreiheit und Medienfreiheit sind nicht immer die selbe Sache. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für journalistische Arbeit können oft nicht mit den realen Entwicklungen Schritt halten – so geht der Gesetzgeber in Österreich immer noch von Medienunternehmen mit fest angestellten Journalist*innen aus, während tatsächlich selbständige und prekäre Arbeit immer häufiger wird. Dadurch fehlen vielen Freien Journalist*innen Unterstützungssysteme, sie sind beispielsweise durch Klagsdrohungen einfacher einzuschüchtern als große Medienhäuser. Wie sich diese Situation auf die Freiheit journalistischer Arbeit in Österreich auswirkt, möchte der Presseclub Concordia jetzt mit einer neuen Erhebung feststellen.
Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz
So genannte „Risikowölfe“ im Fadenkreuz
Kärnten ist eines von sieben Bundesländern, das den Abschuss wild lebender Wölfe mit einer eigenen Verordnung regelt. Darin ist der Begriff des „Risikowolfes“ definiert, der nach zweimaligen vergeblichen Vergrämungsversuchen ohne spezielle Genehmigung abgeschossen werden darf. Tierschützer*innen kritisieren den Begriff des „Risikowolfs“ als unwissenschaftlich und sehen darin ein Instrument, die Tiere im Widerspruch zu nationalem und EU-Recht zu töten.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Zuletzt geändert am 12.03.26, 17:48 Uhr
Kommentare werden von der Redaktion moderiert. Es kann daher etwas dauern, bis dein Kommentar hier erscheint. Wir behalten uns vor, diskriminierende oder diffamierende Kommentare, sowie solche, die straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, zu entfernen.