O Gartner, wie finde ich deinen Baum
Eingeweihte und Sendungshörende wissen...
…was hinter dieser Sprachspielerei steckt.
Allen anderen, deren Aufnahmevermögen bzw. Ankündigungstextleselust bis hierhin noch intakt ist, kann ich versichern, dass die Auflösung in dieser Sendung erfolgen wird.
Zum wiederholten Mal doch aus gutem Grund die Empfehlung, sich, wenn möglich, der Traunseestadt Gmunden per Eisenbahn nicht über Nang-Pu, sondern über Vorchdorf anzunähern. Ab 6. September – Ende der Bauarbeiten auf der Traunseetram – können Fahrgäste mit zwei Umstiegen (in Lambach und Vorchdorf-Eggenberg) direkt ins Zentrum Gmundens gelangen, ab Lambach garantiert lärmschutzwandfrei, in geringerem Tempo, doch mit mehr Gelegenheiten, sich dem Traunsee unter spannenden Perspektiven anzunähern.
Leider gibt es dieses Vergnügen vorerst nur abschnittsweise mit Fahrzeugen und Bahnsteigen, die Barrierefreiheit ermöglichen. Bei der Stadtregiotram Gmunden = Traunseetram sind – außer bei Sonderfahrten – ausschließlich niederflurige Tramlink-Garnituren im Einsatz, auch die Haltestellen sind weitgehend barrierefrei – mit Ausnahme des Endbahnhofs Vorchdorf-Eggenberg. Gleiches gilt in Bezug auf die Haltestellen für die Strecke Lambach – Vorchdorf, bei der vsl. ab 2028 Gelenktriebwagen, die derzeit noch auf der Linzer Lokalbahn fahren, eingesetzt werden können. “Nadelöhre” hinsichtlich Barrierefreiheit sind auf der Vorchdorfer Bahn neben dem Bahnhof Vorchdorf vor allem die noch mit ÖBB-FahrdienstleiterInnen besetzte Station Stadl-Paura – mit Erdbahnsteigen und auch der Bahnsteig 11 in Lambach.
Zudem sind die derzeit den Planbetrieb vor allem meisternden ET 22106 und 22107 zwar robust und auch optisch ansprechend, doch mit hohen Einstiegen für viele ein nur schwer zu überwindendes Hindernis.
Der aus meiner Sicht “Landplage” E-Scooter kann ich immerhin mittlerweile attestieren, dass so ein Fahrzeug, so es vor allem als Ersatz für eine PKW-Fahrt zum Zug/Bus zum Einsatz kommt, immerhin einen gewissen Vorteil bringt, wahrscheinlich auch gegenüber einem E-Bike, abhängig davon, wie langlebig die Scooter und ihre Antriebseinheiten sind.
Darüber hinaus fände ich es gut, wenn E-Scooter in Bahn, Bus und Straßenbahn nur mehr dann kostenfrei mitgenommen werden, wenn diese platzsparend, also zusammengeklappt oder so verstaut werden, dass sie so wenig Platz als möglich in Anspruch nehmen. Man hat das bei den Verkehrsunternehmen, teils auch um Stress fürs Personal zu vermeiden, einreißen lassen, dass die Scooter so oder so mitgenommen werden. Seltsam wird es für mich, wenn auf der einen Seite, wie neulich beobachtet, ein Radfahrer “ausnahmsweise” im Schienenersatzverkehrsbus mitgenommen wird, während ein paar Tage später zwei Jugendliche mit ihren Scootern anscheinend problemlos mehr Platz beanspruchen dürfen.
Wenn, wie von mir neulich in der Traunseetram gesehen, der Scooter als Mobilitätshilfe für eine ältere Person fungiert, die damit deutlich leichter und autonom zur Haltestelle gelangt bzw. in der Stadt Erledigungen machen kann, ist das sicher ein Fortschritt.
Ein Rückschritt auch im Hinblick auf Bewegungsarmut bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist es jedoch, wenn diese Fahrzeuge die Fortbewegung aus eigener Kraft ersetzen, wo diese in jeglicher Hinsicht zumutbar wäre.
Wer mit dem Scooter nicht rücksichtslos bzw. auf Gehsteigen unterwegs ist, hat in einer Stadt wie Linz auf den meisten Scooter-Distanzen keine großen Zeitvorteile gegenüber einem halbwegs fitten Radfahrenden.
Dass Scooter-Fahrten häufig Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder Wegstrecken, die zu Fuß zurückgelegt werden können, ersetzen, spricht auch nicht für diese Fahrzeuge.
Und ein besonderer Dorn im Auge sind mir auch weiterhin die Leih-Scooter – Schwerpunkt Linz – und deren oft abenteuerlicher Einsatz auf Straßen bzw. Rad- und auch Gehwegen und im speziellen auch die immer noch vorhandene Scheiß drauf-Mentalität zahlreicher Nutzer*innen, die von ihnen benützte Fahrzeuge für andere hinderlich bzw. gemeingefährlich abstellen.
Dazu kommt die Beschwerde-Pflanzerei der Stadt Linz bzw. des Mobilitätsressorts unter dem leihscooterfreundlichen Hajart, derzufolge man mehr oder weniger zwingend auf ein Formular verwiesen wird, mit dem hinderlich abgestellte Scooter gemeldet werden sollen.
Zuletzt geändert am 29.08.25, 12:43 Uhr