Glaube, Liebe, Hoffnung
Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern nach Ödön von Horváth von 1932. Zu sehen in den Kammerspielen des Landestheaters.
In der Absicht, nach einem „alltäglichen Fall“ „ein Stück gegen die bürokratisch-verantwortungslose Anwendung kleiner Paragraphen zu schreiben“, um „wiedermal den gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft zeigen zu können“, verfasst Ödön von Horváth 1932, zusammen mit Lukas Kristl, den „kleinen Totentanz“ Glaube Liebe Hoffnung.
Elisabeth ist unter Horváths Fräulein jenes, das den Kopf nicht hängen lässt. Nach ihrem Beruf gefragt, sagt sie: „Jetzt hab ich eigentlich nichts.“ Und: „Es soll ja noch schlechter werden. Aber ich lass den Kopf nicht hängen.“ Um die Strafe fürs Hausieren ohne Wandergewerbeschein zu zahlen, versucht sie kurzerhand, ihre Leiche der Universitätsanatomie zu verkaufen. Aber die müssen für Leichen nicht bezahlen, sie bekommen ohnehin genug davon. Während der Arbeitsmarkt nichts hergibt, kommen verschiedene Männer des Wegs, die anbieten, Elisabeth zu unterstützen. Doch der erste zeigt sie an, der nächste lässt sie sitzen. Elisabeth lernt, was man dafür bekommt, wenn man den Kopf nicht hängen lässt.

Inszenierung
Joachim Gottfried Goller
Bühne und Kostüme
Julia Neuhold
Komposition und Musik
Imre Lichtenberger Bozoki
Martin Hemmer
Dramaturgie
Andreas Erdmann
Joachim Gottfried Goller
Bühne und Kostüme
Julia Neuhold
Komposition und Musik
Imre Lichtenberger Bozoki
Martin Hemmer
Dramaturgie
Andreas Erdmann
In der Sendung zu hören sind Andreas Erdmann, Joachim Gottfried Goller und Imre Lichtenberger Bozoki sowie Ausschnitte aus dem Stück.
Bis 30. Mai 2026 ist Glaube, Liebe, Hoffnung zu sehen.
Zuletzt geändert am 18.02.26, 12:55 Uhr
Kommentare werden von der Redaktion moderiert. Es kann daher etwas dauern, bis dein Kommentar hier erscheint. Wir behalten uns vor, diskriminierende oder diffamierende Kommentare, sowie solche, die straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, zu entfernen.