| Einen Tag davor. |
| verfasst am 23.04.2012 von |
| geben wir Einblick in den Querschnitt des Programms mit den Eröffnungsfilmen. Der Filmkooperation Transition Spaces - Nowhere Places ist ein Beitrag gewidmet sowie dem Film KINDER von Bettina Bütter und in der Lokal Artists Reihe dem Programm 3 - Displaced. |
Eröffnungsfilme: Ein zentraler Eröffnungsfilm ist SIX MILLION AND ONE (IL/DE/AT 2011) des israelischen Regisseurs David Fisher. Den Stationen der väterlichen KZ-Haft in Oberösterreich folgend, nimmt Fisher seine Geschwister mit auf eine Reise nach Österreich (Mauthausen, Gusen und Gunskirchen). Gemeinsam spüren sie der Vergangenheit des Vaters nach, dabei kommt Unausgesprochenes und Unausprechliches zu Tage. Humorvoll und sehr persönlich gehalten, ist SIX MILLION AND ONE kein „typischer“ Film über den Holocaust. Mit der realistisch-rauen Literaturverfilmung WUTHERING HEIGHTS (GB 2011) liefert die britische Oscar-Preisträgerin Andrea Arnold alles andere als eine klassische Adaption des Brontë-Klassikers STURMHÖHE. Im 1.33 – Format gedreht, überzeugt Arnolds dialogarme Vision dieses Romanbestsellers als „punkiges“ Realismusexperiment. Nie zuvor wurde die Geschichte um eine verzweifelte Liebe in den Hochmooren von Yorkshire zwischen der verarmten Aristokratin Catherine und dem Findelkind Heathcliff bildgewaltiger inszeniert. CRULIC – DRUMUL SPRE DINCOLO / CRULIC – THE PATH TO BEYOND (RO/PL 2011) ist der dritte Langfilm des diesjährigen Tribute-Gastes Anca Damian. Die mehrfach ausgezeichnete Animated Documentary erzählt die wahre Geschichte vom Rumänen Claudiu Crulic, der 2007 in Polen unschuldig inhaftiert wird. Meisterhaft kommen zahlreiche Animationstechniken zum Einsatz, um Crulics Kampf gegen fehlgeleitete Behörden darzustellen. Opener der dem europäischen Genrekino gewidmeten Sektion NACHTSICHT ist der in Locarno gefeierte Endzeit-Thriller HELL (DE/CH 2011). In dem hochkarätig besetzten Spielfilmdebüt des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum kämpfen u.a. Hannah Herzsprung, Angela Winkler, Lars Eidinger und Stipe Erceg in einer post-apokalyptischen Gesellschaft mitten in der deutschen Provinz ums nackte Überleben. Transition Spaces – Nowhere Places Interview mit Lotte Sschreiber Filmportrait: Local Artists Programm 4 / Displaced Festivalpässe
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