Wohin steuern Fahrgeschäfte? 200 Jahre Urfahraner Markt
verfasst am 10.03.2017 von
Die aktuelle Ausstellung zum 200-jährigen Jubiläum des Urfahraner Markts bietet im heutigen FROzine Anlass, um über Bierzelte als politisches Podium und Lustbarkeiten als Antithese zum urbanen Arbeitsalltag zu sprechen. Zu Gast ist Andrea Bina, Leiterin des Stadmuseums Nordico. Und: Architekt und Stadtforscher Erik Meinharter über die Unterschiede zwischen Kirtag und Themenpark sowie Riesenräder als Symbole des Kosmopolitischen.

Unter dem Titel ,,200 Jahre Linzer Lustbarkeiten“ zeigt das Linzer Stadtmuseum Nordico noch bis zum 21. Mai 2017 eine Retrospektive zum Urfahranermarkt, anlässlich dessen 200-jährigen Jubiläums. Was in der Ausstellung womöglich zu kurz kommt, ist die politische Funktion von Jahrmärkten und die Relevanz von Fahrgeschäften zur Lösung innerer und äußerer Konflikten, die das städtische Leben mit sich bringt. Mit der Leiterin des Nordico, Andrea Bina, wollen wir uns diesen Fragen annähern und außerdem klären, ob eine oberösterreichische Jugend überhaupt denkbar wäre, ohne „Urfix“.

Danach werfen wir mit dem Architekten und Stadtforscher Erik Meinharter einen Blick auf die Geschichte und Symbolfunktion des Jahrmarkts und gehen dabei unter anderem der Frage nach, ob sie ihr Versprechen, einer heterogenen und pluralistische Gesellschaft Raum zu bieten, tatsächlich halten können.

Nach einem letzten Interview mit dem Erfinder der wohl berühmtesten Fahrgeschäfte der Welt, begleiten wir die Hörer*innen schließlich mit dem Wochenrückblick von Benjamin Gumpenberger ins Wochenende.


Durch die Sendung führen David Haunschmidt und Benjamin Gumpenberger.

 


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