
Diesmal eine Sendung ohne Studiogast, dafür jedoch mit einem sehr vielfältigen und sicher spannenden Programm - für jene, die das altmodische Zuhören noch nicht verlernt haben.
| Zu hören am | um |
| 11. November | 19 Uhr |
| 12. November | 14 Uhr |
Herbstlieder, zweite Abteilung
9dlinger und die Geringfügig Beschäftigten mit zwei Hörbeispielen aus "Reflexionen" nach Texten von Heinz R. Unger. Hier schließt sich der Kreis zu den Schmetterlingen, denen Beatrix Neundlinger seit 1976, zur Zeit des Entstehens der Proletenpassion, angehört. Die Texte zur Proletenpassion stammten wiederum von Heinz R. Unger.
Vorgestellt werden weiters folgende Bücher:
Ahasver kehrt zurück - Roman von Helmut Rizy
Ein Israeli, dessen Eltern einst rechtzeitig vor der Okkupation Österreichs durch Nazi-Deutschland aus Wien geflüchtet sind, kommt auf Einladung in die "Stadt seiner Väter". Hier wird er mit einer Vergangenheit konfrontiert, die in seinem bisherigen Leben kaum eine Rolle gespielt hat sowie mit der für ihn ungewohnten Fremdsicht auf den Nahostkonflikt. Ist es nun eine Auszeit von Israel, dieser Aufenthalt in Wien oder könnte Wien die letzte Station in seinem Leben werden?
Drift - Roman von Judith Gruber-Rizy
Wie in einem Mosaik wird in "Drift" das Leben der Protagonistin Rosa auf verschiedenen Erzählebenen dargestellt. Obwohl Rosa in einem von Frauen geprägten Haushalt aufwächst, unterwirft sie sich früh der von Realismus geprägten Welt des Vaters und damit der Männer und findet erst spät im Erwachsenenalter zu einer selbständigen und selbstbewussten Haltung...
Mit diesem Werk wird die Geschichte von Rosas Familie aus der Warte der Frauen abgeschlossen: nach dem Roman "Aurach", in dem auf phantastische Weise die Geschichte der Großmutter berichtet wurde, dem folgenden Roman "Einmündung" mit der Geschichte der Mutter, die auf fast surrealistische Art beschrieben wurde, steht in "Drift" nun Rosa selbst als Tochter im Mittelpunkt des Geschehens.
Aus dem Fenster der Blick - Gedichtband von Gregor Lepka
Momentaufnahmen, Eindrücke, mit den Sinnen und dem Verstand Erfasstes, feinmotorisch in Sprache gegossen, Stadtbeschreibungen, die beim Zuhören zu Schritten in Gedanken werden.
Lepkas Umgang mit Sprache ist behutsam, doch nicht zögerlich.
Erich Klinger, Sendungsgestalter "Summerau, 96"
Foto: M. Hauck (pixelio.de)